Donnerstag, 16. Juni 2016

Feine Rhabarber-Himbeer-Marmelade



Wie bereits beim Rhabarber-Streusel-Kuchen erwähnt, bin ich großer Rhabarber-Fan und freue mich jedes Jahr wieder sehr auf die Saison! Gerade kann man ihn hier noch ernten und um das süße Vergnügen noch ein bisschen auszudehnen, liegt die Idee nahe, sich schnell noch ein bisschen Rhabarber in Marmeladenform zu konservieren, für das restliche rhabarberlose Jahr! Ich finde die Kombination mit einem Hauch Himbeeren sehr lecker und Apfel ist meine Geheimwaffe für besonders cremige Marmeladen - geschmacklich merkt man davon aber am Ende eigentlich nichts. Bei mir wird sie samtfein püriert und so schmeckt sie nicht nur auf Brot hervorragend, sondern z.B. auch als Fruchtcreme mit Vanilleeis... Das Brot auf dem Bild ist ein sehr feines, unaufwändiges Walnuss-Dinkelvollkorn-Brot, das Rezept dafür folgt demnächst. Aber genug geschwärmt, ran an den Rhabarber, bevor er sich wieder für den Rest des Jahres verabschiedet!

Dienstag, 14. Juni 2016

Asiatischer Spitzkraut-Salat mit knusprigen Austernpilzstreifen



Seit kurzem bekomme ich von der Münchner solidarisch-landwirtschaftlichen Genossenschaft Kartoffelkombinat wöchentlich frisches Obst und Gemüse. Ganz saiasonal, also das was zurzeit im Münchner Norden eben so wächst. Dieses mal war Spitzkraut dabei - meinen Recherchen nach ist das das gleiche wie Spitzkohl. Da er, v.a. jetzt im Frühling, sehr zart ist, kann man damit super rohen Krautsalat zubereiten - und anstatt einer bayrischen Variante habe ich mich für eine etwas würzigere Version entschieden: Veganer Krautsalat mit asiatisch inspiriertem Dressing und wunderbar knursprigen Austernpilzstreifen oben drauf! Kann man als leichtes, sommerliches Hauptgericht genießen - evtl. noch mit etwas Tofu oder Reis dazu, je nach Hunger - oder z.B. als Grillbeilage. Wenn man sowieso grillt, kann man die Austernpilze natürlich auch ein bisschen eingeölt auf dem Rost anstatt wie im Rezept unten zubereiten.

Sonntag, 15. Mai 2016

Rhabarber-Streusel-Kuchen

Jedes Jahr freue ich mich wieder auf die Rhabarberzeit. Ich liebe den süß-säuerlichen Geschmack dieses Gemüses (ja, Gemüse!), das ursprünglich aus dem Himalaya stammt, einfach und man kann Rhabarber unkompliziert zu verschiedensten Kuchenvariationen, Kompott, Marmelade, Saft und ähnlichem verarbeiten. Ich habe nun schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage diesen minimalistischen Rhabarberkuchen gebacken - unten ein knuspriger Mürbteigboden, in der Mitte eine Schicht leckeres Rhabarbermus, das beim backen auch etwas andickt und obendrauf knusprig-feine Streusel. Ich habe mir schon einige verschiedene Torten mit Rhabarber ausgedacht, aber manchmal ist so ein vergleichsweise einfacher Kuchen noch viel leckerer!

Sonntag, 17. April 2016

Chinesische Charcoal-Jiǎozi - gedämpfte Gemüse-Teigtaschen mit Misosuppe

Auch wenn ich, wenn es um asiatisches Essen geht, so im großen und ganzen mehr mit der indischen oder thailändischen Küche anfangen kann, gibt es doch auch einige Leckereien in der chinesischen Küche. Letztes Jahr verbrachte ich ein paar Wochen in Taiwan und hatte dort - wie auch in Singapur, wo ich im Rahmen meines Auslandssemesters lebte - einige Male köstliche Dumplings gegessen. Es gibt verschiedene Versionen dieser Teigtaschen. Diese Jiaozi werden - im Gegensatz zu Wan Tans zum Beispiel - "trocken" und nicht als Suppeneinlage gegessen. Die Dumplings selbst schmecken gar nicht so intensiv, aber zusammen mit der Soße ist es ein fantastisches Essen. Dazu gab es eine einfache japanische Misosuppe. Etwas Fusionküche also ;)

Und nun fragt sich vielleicht man eine*r: was zum Henker ist das schwarze da? Das sind ebenfalls Dumplings - geschmacklich gleich, aber in der "Charcoal" Version. V.a. in Japan und China sind Lebensmittel mit schwarzer Kohle gerade beliebt. Schwarze Brötchen habe ich öfter mal gesehen, sogar Starbucks hatte in Singapur schwarze Snacks. Und weil das vom Look her mal was anderes ist, habe ich mich auch mal drangewagt. Geschmacklich völlig gleich und gesundheitlich unbedenklich. Ich habe mir Aktivkohlegranulat - welches normalerweise in der Most- und Schnapsherstellung verwendet wird - im Internet bestellt und im Mixer pulverisiert. Sophia Hoffmann hat auf ihrem Blog bereits ausführlich über Kochen mit Kohle geschrieben! Wer darauf keine Lust hat, kann natürlich auf die Aktivkohle verzichten und ganz normale helle Dumplings machen. Und so gehts:

Freitag, 25. März 2016

Sambal - indonesiche Chilipaste



In Indonesien isst man grundsätzlich zu fast allen Gerichten Sambal. Das ist eine sehr scharfe Chilipaste, von der es unzählige Varianten gibt. Ich liebe sie! Meist ist Sambal in Indonesien sogar von vorneherein vegan - mal zusätzlich mit Tomaten, Erdnüssen, saurer Tamarinde oder bestimmten Gewürzen. Andere Varianten sind allerdings mit Shrimppaste oder Fischsauce. Das folgende Rezept ist Sambal Oelek, die einfachste Form, erweitert um Kaffir Lime Leaves und Zitronengras - wer möchte.

* 4 mittelgroße Schalotten
* 4 Knoblauchzehen
* 8 rote Chilischoten
* Optional: 1 Kaffir Lime Blatt & 1 kleines Stück Zitronengras
* 6 EL Öl
* 1 EL-großes Stück Palmzucker (aus dem Asialaden, sonst 1 EL Rohrzucker)
* 1 EL Limettensaft (alternativ Zitronensaft)
* 1 TL Salz

Die Schalotten schälen und vierteln, bei den Chilischoten den Stiel entfernen, Knoblauch schälen und - optional - Lemongras sehr fein hacken.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und alle Zutaten, bis auf Zucker und Salz, in der Pfannen schmoren, bis sie weich sind, ca. 10 Minuten.

Im Anschluss portionsweise zusammen mit Zucker, Limettensaft und Salz in einem Mörser zu einer feinen Paste zerstoßen. Ja, das dauert ein Weilchen und kostet etwas Kraft, aber so wird das Sambal ganz original ;) Wer keinen Mörser hat, kann aber auch einen Mixer verwenden.



Sonntag, 27. Dezember 2015

Französische Brioche



Eine sehr gute Freundin verbringt gerade ein Auslandsjahr in Frankreich und ist begeistert von der Genießerkultur, die sie in ihrem Städtchen Nantes vorgefunden hat. Die Menschen kaufen ihre Lebensmittel oft frisch auf dem Markt, man nimmt sich die Zeit und gibt gerne Geld für ein gutes Mittagessen in Bistros aus... Ihrem Eindruck nach scheinen die Franzosen einfach erheblich mehr Wert auf Genuss und gutes Essen zu legen, als die meisten hierzulande. Sie schwärmte auch vom frischen Brioche, einem normalerweise butter- und eierlastigem Hefegebäck, welches man in Frankreich oft und gerne zu sich nimmt. Auf ihrem Weihnachtsbesuch zuhause haben wir nun zusammen ein veganes Brioche Rezept kreiert:

Für ca. 6-8 Portionen

Teig
* 500 g Mehl
* 1 Päckchen Hefe oder 1/2 Würfel Frischhefe
* 60 g Puderzucker
* 30 g Alsan + 30 g Alba-Öl (alternativ 60 g vegane Margerine)
* 250 ml lauwarme Pflanzenmilch
* Prise Salz
* Prise Vanille

Deko
* Etwas Sojacuisine, evtl. mit einer Prise Kurkuma, zum Bestreichen
* Hagelzucker

Alle Zutaten für den Teig gut vermischen und 20 (ja, zwanzig!) Minuten kneten. Das kann man auch von einer Knetmaschine erledigen lassen, ist aber auch per Hand eine schön meditative Beschäftigung ;)
Im Anschluss in einer eingemehlten Schüssel 1 Stunde im warmen Backofen (<50°C Umluft) gehen lassen.
Nun noch einmal 3 Minuten gut durchkneten und in die gewünschte Form bringen. Brioche wird häufig in einer großen oder mehreren kleinen geriffelten Formen gebacken, wobei auf die große Teigkugel noch eine kleine oben drauf gesetzt wird. Man kann kann den Teig aber auch in ein oder zwei großen Teigkugeln in Laibform backen, als geflochtener Hefezopf in einer Kastenform oder auch in eher deutsch-österreichischer Buchtel/Rohrnudelform... wie man gerade möchte. Wenn der Teig in Form gebracht ist und bereits in der entsprechenden Kuchenform oder dem vorbereiteten Backblech liegt, direkt mit Sojasahne bestreichen, mit Hagelzucker bestreuen und noch einmal 1 Stunde im Warmen gehen lassen. Ab dann nicht mehr anfassen. Nach Ablauf der Zeit einfach den Backofen auf 150° C Umluft hochheizen und 30-40 Minuten backen. Die genaue Backzeit hängt von der gewählten Form ab, kleine Brötchen sind natürlich schneller durch, als ein großer Laib.

Wenn die gewünschte Bräunung erreicht ist, aus dem Backofen nehmen und abkühlen lassen. Mit veganer Butter und selbstgemachter Marmelade, z.B. diese feinen Kürbis-Apfel-Marmelade ;) genießen!

Sonntag, 29. November 2015

Veganer Quark-Stollen mit Cranberries & gerösteten Mandeln




Advent, Advent, das erste Lichtlein brennt! Nachdem ich die Weihnachtszeit letztes Jahr durch mein Auslandssemester in Singapur und Taiwan verbracht habe - wo man sich leider recht wenig weihnachtlich fühlen kann und es auch nicht danach schmeckt - freue ich mich umso mehr, diesmal wieder zuhause zu sein! Die ersten Vanillekipferl sind schon gebacken und nun habe ich auch noch das Quark-Stollen-Rezept meiner Großmutti herausgekramt, mühevoll entziffert und veganisiert. Außerdem habe ich zusätzlich ein paar Inhaltsabwandlungen vorgenommen, da ich weder Orangeat, Zitronat noch Rosinen so richtig gern esse. In dieser Version kommt die feine Zitrusnote daher allein von frisch geriebener Zitronen- und Orangenschale und statt Rosinen stößt man erfreulicherweise auf Cranberries. Das Ergebnis kann sich auf alle Fälle schmecken lassen!  

Für 2 mittelgroße Stollen
* 500 g Mehl
* 1/2 Würfel frische Hefe
* 100 g gemahlene Mandeln
* 100 g gehackte Mandeln, vorher trocken in der Pfanne geröstet
* Prise Salz
* 150 g Rohrzucker
* abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
* abgeriebene Schale einer Bio-Orange
* 100 g Alba-Öl (schwedisches Rapsöl mit Buttergeschmack)
* 250 g Sojajoghurt (gerne mit Mandelgeschmack!)
* 100 g Cranberries

Aus diesen ganzen Zutaten mithilfe einer Küchenmaschine den Stollenteig kneten. Anschließend in zwei Hälften teilen und in die typische längliche Stollenform bringen. Auf einem Blech mit Backpapier schon mal in den Backofen stellen und bei geringer Hitze (weniger als 50°C, kurz aufheizen und dann Temperatur abschalten) ca. 1 Stunde gehen lassen. Danach 50-60 Minuten bei ca. 170° C backen. Nach einem positiven Stäbchentest (beim reinstechen klebt nichts am verwendeten Holz-Schaschlik-Stäbchen) können die Stollen rausgeholt werden.

Dekoration
* Puderzucker und Alba-Öl nach Bedarf

Noch im warmen Zustand mit Alba-Öl einpinseln und sofort Puderzucker drübersieben. Der Zucker wird gleich vom Öl aufgesaugt - also noch mehr Zucker hinterher, bis er wie frischer Pulverschnee auf den Berg- bzw. Stollengipfeln liegen bleibt ;)

Tja und nun? Ab auf den Kaffeetisch zu all den anderen Leckereien :)


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