Samstag, 1. November 2014

Kanelbullar - Schwedische Zimtschnecken (V)


Der Grund warum ich seit Juli nichts mehr gepostet habe, ist dass ich mich seitdem in Singapur im Auslandssemester befinde! Leider habe ich hier aber keine Küche in meinem Wohnheim, sondern muss mich mit einer Mikrowelle begnügen. Ein paar mal im Monat treffe ich mich aber mit Freunden, die in einem anderen Wohnheim wohnen und Gemeinschaftsküchen haben und da wird dann groß aufgekocht! Und zwar meist irgendwelche europäischen Gerichte, denn es gibt zwar hier in Singapur leckeres Essen verschiedenster asiatischer Kulturen zu Hauf, aber ab und an vermisst man dann schon auch mal etwas heimisches. Eine leckere selbstgemachte Pizza zum Beispiel, Pfannkuchen oder einfach nur ein simples Pastagericht. Heute habe ich zum Nachtisch vegane schwedische Zimtschnecken - Kanelbullar - gemacht und es war wirklich sehr lecker! Die anwesende Schwedin war auch begeistert :)

Ich habe mich grob an dieses Rezept von Chefkoch gehalten, aber nachdem ich hier in Singapur bisher keine vegane Margerine gefunden habe (nur eine importierte für schlappe 10€, so wichtig ists dann auch nicht ;) ) habe ich nach dieser guten Anleitung von Einfach - Vegan - Leben die Margerine durch Sonnenblumenöl ersetzt!

Für ein Blackblech voll Kanelbullar

Teig
* 500 g Mehl
* 60 ml Öl
* 250 ml Sojamilch
* 25 g frische Hefe / 1 Tütchen / 1 TL Trockenhefe
* 75 g Zucker (ich habs in Ermangelung einer Waage frei Schnauze gemacht)
* etwas Zitronenschale
* 1 Prise Salz
* 1/2 TL gemahlenen Kardamom, wenn man hat
* 1 TL Zimt

Füllung
* 50 g Zucker
* 1-2 EL Zimt
* 2 EL Öl
* evtl. noch etwas Sojamilch

Hefe mit einer Prise Zucker in der lauwarmen Sojamilch auflösen. Dann mit den restlichen Zutaten zu einem Teig verkneten und mindestens 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. (Wenn man Zeit hat lieber länger, ich hab das Gefühl, dass sie dann fluffiger werden!)
Für die Füllung einfach alles zusammenrühren.
Wenn der Teig gegangen ist möglichst rechteckig ausrollen, bei mir hatte er knapp die größe eines Backbleches und war ca. 0,5 cm dick. Die Füllung dünn darauf verteilen und vorsichtig einrollen. Dann ca. 1-2 cm dicke "Scheiben" abschneiden und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Jetzt sollten sie nochmal 10 Minuten Zeit haben zu gehen bevor sie für ca. 10 Minuten im auf 175° C vorgeheizten goldbraun gebacken werden! Die Backzeit könnte je nach Ofen und Temperatur variieren.

Und dann: mit netten Menschen und evtl. einer Tasse Kaffee oder Tee genießen!

Freitag, 8. August 2014

Mango-Himbeer-Creme-Torte (V)


 Für eine große Springform (ø26 cm), 12 Stücke

Biskuit-Boden
* 150 g Mehl
* 100 g Zucker
* 50 g Margerine
* 125 ml Sojamilch
* 3 TL Backpulver (ca. 1/2 Packung)

Alles zu einem glatten Teig verühren. Eine 26 cm Springform einfetten & -mehlen und ca. 20 Minuten bei 175°C backen. Danach in der Springform abkühlen lassen.

Himbeer- & Mangocreme

* 200 g Mango + 100 g Sojajoghurt + 50 g Zucker
* 200 g Himbeeren (z.B. tiefgekühlte aufgetaut) + 100 g Sojajoghurt + 50 g Zucker

Mango- und Himbeermasse getrennt (jeweils mit Joghurt und Zucker) fein pürieren/mixen und in mittelgroßen Schüsseln beiseite stellen.

Agar Agar Masse
* 200 ml Pflanzenmilch
* 50 g Joghurt
* ca. 2 TL Agar Agar (gestrichene TL, pur, nicht Argatine)

In einem kleinen Topf die 50 g Joghurt mit der Milch und dem Agar Agar vermischen und aufkochen lassen - ca. 2 Minuten köcheln lassen. Danach die Hälfte (sollte wirklich ziemlich genau die Hälfte sein!) zur Mango- und die andere Hälfte zur Himbeermasse geben und jeweils gut vermischen.

* 300 ml Schlagsahne (im empfehle LeHa Schlagfix)

Die Schlagsahne aufschlagen. Wenn die Fruchtcremes nicht mehr ganz so heiß sind - nur noch knapp über Körpertemperatur - kann man vorsichtig die Sahne unterheben (wieder die Sahne jeweils gleich auf die beiden Fruchtcremes aufteilen) und zwar so lange, bis keine weißen Schlieren mehr sichtbar sind.

Dann beides abwechselnd in die Springform auf den Biskuitboden gießen, mit einem Esslöffel in paar "Schlieren" reinmachen und ein paar Stunden kühlen & fest werden lassen!

Donnerstag, 26. Juni 2014

Himbeer-Creme-Torte (V)


Für eine große Springform (ø26 cm), 12 Stücke

Biskuit-Boden
* 150 g Mehl
* 100 g Zucker
* 50 g Margerine
* 125 ml Sojamilch
* 3 TL Backpulver (ca. 1/2 Packung)

Alles zu einem glatten Teig verühren. Eine 26 cm Springform einfetten & -mehlen und ca. 20 Minuten bei 175°C backen. Danach in der Springform abkühlen lassen.

Himbeer Creme
* 300 g Himbeeren (tiefgefroren z.B.)
* 200 g Sojajoghurt
* 80 g Zucker
* 150 ml Pflanzenmilch
* ca. 1,5 TL Agar Agar
* 200 ml Schlagsahne (ich empfehle LeHa Schlagfix)

Himbeeren auftauen lassen. Danach mit 100 g Joghurt und dem Zucker fein pürieren. In einem kleinen Topf den restlichen Joghurt mit der Milch und dem Agar Agar vermischen und aufkochen lassen - ca. 2 Minuten köcheln lassen. Danach gut mit der Himbeermasse vermischen. Die Schlagsahne aufschlagen. Wenn die Masse nicht mehr ganz so heiß ist - nur noch knapp über Körpertemperatur - (wahrscheinlich muss man mind. 10 Minuten warten, manchmal auch länger) kann man vorsichtig die Sahne unterheben und zwar so lange, bis keine weißen Schlieren mehr sichtbar sind. Dann in die Springform auf den Biskuitboden gießen und ein paar Stunden kühlen & fest werden lassen!

Dazu passt super dunkle Schokolade (z.B. als Schicht auf dem Biskuit), aber auch Minze und Basilikum machen sich super dazu!

Sonntag, 15. Juni 2014

Afrikanisch inspiriert: Schwarzer Bohnen-Süßkartoffel-Erdnuss Eintopf (V)



Ich bin immer sehr neugierig, was die Küche anderer Weltregionen anbelangt. Und so googelte ich letztens ein bisschen nach afrikanischer Küche und ihren Gewürzen und fand dabei ein Kochheft im pdf-Format vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit vielen Rezepten aus den verschiedenen Ländern Afrikas. Natürlich kaum vegan, aber ich habe mich von den Gemüsesorten und v.a. von Gewürzen inspirieren lassen. Heraus kam dann ein schmackhafter Eintopf!

Für 4-5 Portionen

* 200 g schwarze Bohnen
* 2 mittelgroße Zwiebeln
* 2-3 Knoblauchzehen
* Ingwerstück, walnussgroß
* 1 große Süßkartoffel – 450-500g
* 2 Dosen gehackte Tomaten (je 400g)
* 4 EL Erdnussmus (z.B. von Alnatura/dm im Glas für 1,99€)
* Gewürze: Chili, Koriandersamen, Kardamonsamen, Zimt, optional: Berbere 

Die Bohnen in reichlich Wasser einige Stunden oder über Nacht einweichen (bei mir waren es 6 Stunden). Dann in einem Topf mit Wasser und einem halben TL Natron 20 Minuten kochen. Ohne Natron gehts auch, ich habe aber gelesen, dass es den Garvorgang beschleunigt! Generell kann es bei schwarzen Bohnen anscheinend sehr unterschiedlich lang dauern, bis sie gar sind. Einfach so lange kochen, bis sie zwar noch Biss haben, aber schon relativ durch erscheinen. Danach abgießen und beiseite stellen.
Zwiebel, Knoblauchzehen und Ingwer fein schneiden und mit etwas Öl in einem großem Topf anbraten. Süßkartoffel schälen und ebenfalls klein würfeln (ca. 0,5x0,5cm) und in den Topf dazugeben. Mit den Tomaten ablöschen und mit geschlossenem Deckel ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Süßkartoffeln durch sind.
Dann Erdnusmuss und die Bohnen dazugeben, gut würzen, mit Salz abschmecken und zusammen nochmal ein bisschen köcheln lassen.

Dienstag, 10. Juni 2014

Einfacher Eistee (V)


An warmen Tagen schmeckt ein leckerer Eistee besonders gut und das kann man ziemlich easy selbstmachen & nach Belieben abwandeln. Eistee hausgemacht!

* 1,5 l Wasser
* 2-3 Teebeutel schwarzer Tee
* 5 EL Limetten- oder Zitronensaft
* 3-4 EL Rohrzucker
* Frisch gepresster Saft einer Orange oder Schuss anderen Saft (Maracuja, Mango, Kirsche...)
* Bio-Zitronenscheiben & anderes Obst zum garnieren
* optional: Eiswürfel

500 ml Wasser aufkochen und in einer kleinen Teekanne die Teebeutel damit übergießen. 5-7 Minuten ziehen lassen. Dann Rohrzucker oder anderes Süßungsmittel einrühren, in eine große Karaffe umfüllen und den restlichen Liter möglichst kaltes Wasser dazugießen. Mit Limettensaft abschmecken - ich habe diesmal den Bio-Direkt-Limettensaft von Alnatura/DM verwendet, anstatt selbst auszupressen - man soll sich an so heißen Tagen ja nicht zu sehr anstrengen ;)
Je nach Belieben dann noch etwas Saft dazugeben - ich habe einfach eine Orange ausgepresst, aber ich kann es mir mit anderen Säften auch sehr gut vorstellen - und noch ein paar Zitronenscheiben und evtl. auch anderes Obst reinschmeißen, ich habe dazu einen Pfirsich in Streifen geschnitten.
Dann noch ein Weilchen kalt stellen oder gleich auf Eiswürfeln servieren!

Freitag, 30. Mai 2014

Indische Gemüse-Pakora mit Naan, Minz-Raita & Mango-Chutney (V)


Kürzlich veranstaltete ich mit einer guten Freundin zusammen für unsere Familien ein 8-Gänge-Menü. Das machen wir immer mal wieder zusammen - schon seit wir 13 Jahre alt sind! Dieses war das erste vegane und es war noch kreativer als die zurückliegendenen Menüs! Als eine der beiden Hauptspeisen gab es dieses indische Gericht. Das Rezept dürfte für 4 normale Hauptspeisenportionen reichen - bei uns wurden es 10 Mini-Portionen, da bei einem 8-Gänge-Menü die einzelnen Gänge nicht überdosiert sein dürfen, wenn man da lebendig rauskommen will ;)

Bei unseren Gästen kam es (so wie alle anderen Gänge auch) super an, v.a. vom Mango-Chutney wurde auch noch der kleineste Rest mit dem Löffelchen zusammengekratzt! Ich persönlich hatte davor noch nie Mango-Chutney gemacht und war ebenfalls völlig begeistert! Aber auch der Minz-Joghurt-Dip war super. Zusammen mit den Pakoras - also im Kichererbsenmantel frittiertes Gemüse - und etwas Naan war es ein Gedicht!

Für 4 große Portionen



Naan

* ½ Würfel Frischhefe
* 1 TL Zucker
* 300g Mehl
* 2 EL Soja-Joghurt
* 3 EL Pflanzenöl
* ½ TL Backpulver
* 1 TL Salz
* 150ml Wasser

Alles zusammen zu einem Teig verkneten und mind. 1 Stunde (am besten mehrere) gehen lassen. Dann zu ca. 6 dünnen Fladen ausrollen und (im Idealfall auf einem Pizzastein) im auf 200°C vorgeheizten Backofen so lang backen, bis es leicht gebräunt ist. Meist sind das nur wenige Minuten! Einfach mal an einer Ecke testen, ob es shcon durch ist.

Raita

* 30 frische Minzeblätter
* 5-10 cm Gurke
* 1 kleine Knoblauchzehe
* 1-2 TL Zitronensaft
* 350 g Soja-Joghurt
* 3 hauchdünne Scheiben Ingwer (kleinerfingergroß)

Knoblauch, Minze, Ingwer und Gurke fein hacken und mit den restlichen Zutaten verschmischen. Dann mit Salz abschmecken, evtl. noch etwas Kreuzkümmel dazugeben. Damit der Minz-Geschmack schön durchkommt, am besten noch so lang wie möglich ziehen lassen!

Mango Chutney

* 1 Mango, noch nicht ganz reif
* 2 mittelgroße Zwiebeln
* 4 EL Zucker
* 1 EL Weißer Balsamico
* Saft einer kleinen Zitrone
* Ingwerstückchen, Walnussgroß
* Chiliflocken, Kreuzkümmel, Curry

Die Mango klein würfeln (ca. 0,5x0,5cm), ebenso die Zwiebel. Letzteres mit Öl in einem kleinen Topf anbraten, nach kurzer Zeit die Mango dazugeben. Dann den Zucker ebenfalls in den Topf und kurz karamellisieren lassen. Mit weißem Balsamico ablöschen, wahrscheinlich braucht man auch den ein oder anderen Schluck Wasser, damit es nicht anbrennt. Mit fein gehacktem Ingwer, Zitronensaft, Salz und den genannten Gewürzen abschmecken. Insgesamt sollte es ca. 10 Minuten köcheln, damit es die typische weiche Chutney-Konsistenz ergibt!

Gemüse Pakora

* Gemüse, so viel wie man möchte (wir hatten Brokkoli, Blumenkohl, Zucchini, Aubergine... vorgekochte (Süß)kartoffeln wären auch denkbar...)
* Kichererbsenmehl
* Kreuzkümmel, Curry & Salz
* Öl zum frittieren (Raps, Sonnenblume...)

Das Gemüse waschen und in kleine "mund-handliche" Stücke schneiden. Aus Kichererbsenmehl & Wasser eine dickflüssige Flüssigpanada anrühren und würzen. Viel Öl in einem kleinen Topf heiß machen. Wenn bei einem hineingehaltenen Holzspieß Bläschen aufsteigen, ist es heiß genug. Dann die Gemüsestückchen durch die Panade ziehen und frittieren, bis sie etwas gebräunt sind. 

Und dann: alles zusammen drapieren und genießen!

Dienstag, 15. April 2014

Räuchertofu-Döner mit Bärlauchsoße in Sesam-Fladenbrot (V)


Nach einem langen Tag in der Uni brauch ich manchmal was deftiges ;)

Für 4 große Döner

* 1/2 Würfel Frischhefe oder 1 Tütchen getrocknete
* 250 ml lauwarmes Wasser
* je 1 TL Zucker & Salz
* 50 ml Öl
* 500 g Mehl (ich hatte halb Vollkorn)
* 50 g Sesam + etwas zum drauf streuen

Die Hefe mit dem Zucker im lauwarmen Wasser auflösen. Dann in einer großen Schüssel mit Knethaken & Handrührgerät oder Küchenmaschine zusammen mit allen anderen Zutaten zu einem Teig verkneten. An einer warmen Stelle eine halbe Stunde lang gehen lassen. (Ich hatte großen Hunger und habe ihn nur 10 Minuten gehen lassen - hat auch geklappt, aber wenn man Zeit hat, ist etwas länger schon besser ;) ) Danach in 4 Teile teilen und zu runden Fladen formen, mit etwas Wasser betupfen, mit etwas Sesam bestreuen und 20 Minuten bei 180° C backen.

* 200 g Sojajoghurt von Provamel (Alpro ist zu süß)
* 8 frische, gewaschene Bärlauchblätter
* 2 EL Olivenöl
* 1 EL Zitronensaft
* Salz, Pfeffer, Paprikapulver...
* optional: 1 Knoblauchzehe (der Bärlauch bringt allerdings auch schon einen ähnlichen Geschmack mit)

Die Bärlauchblätter sehr fein hacken und mit den restlichen Zutaten vermischen oder gleich alles zusammen in den Mixer schmeißen und gut abschmecken.

* 250-400 g Räuchertofu von veggie life (gibts bei Rewe, Edeka... alle anderen finde ich so la la)
* jeweils 1/2 TL Oregano, gemahlene Koriandersamen, Thymian, Majoran & Paprikapulver
* Schuss Sojasoße zum ablöschen

Für 4 ganz hungrige Personen würde ich eher 400g Tofu empfehlen, aber bei uns haben auch 250g gereicht. Den Tofu in sehr dünne Scheiben schneiden und diese evtl. noch mal halbieren. In einer Pfanne einige Esslöffel Öl erhitzen und den Tofu scharf anbraten. Würzen und mit etwas Sojasoße ablöschen.
* Tomaten, Gurken, Zwiebeln und ähnliches zum garnieren

Das fertig gebackene Brot zu einer "Dönertasche" aufschneiden und befüllen!
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